Angsthasen-Alarm!

Also, ich habe ja nichts gegen Angsthasen.

Nein, wirklich! Auch Angsthasen haben auf ein Recht auf Leben. Sogar bei uns, und auch wenn ich sie persönlich nicht verstehe oder sie auch nicht wirklich leiden kann. So viel Toleranz muss sein in einer Demokratie, oder?

So ein paar von denen kann ein Land auch sicher verkraften, sogar, wenn es selbst ein starkes Land wie unseres schwächen kann. Aber Angsthasen gibt es selbstverständlich schon immer, und man kann sie ja schließlich nicht einfach wegsperren oder ausweisen oder so. Wohin auch ausweisen, vielleicht nach Angsthasistan? Und natürlich ist es Privatsache, wenn einer Angst hat, das kann man schließlich niemandem verbieten, oder? Das ist durch unsere demokratische Grundordnung geregelt. Recht auf freie Angstentfaltung. Das kann und will auch niemand ernsthaft in Frage stellen.

Also nochmal: Ich! Habe! Nichts! Gegen! Angsthasen!

ABER!

Wenn Angsthasen plötzlich in Massen auftreten, dann sieht die Sache doch anders aus. Dann herrscht hier Angsthasen-Alarm! Das kann man jetzt überall im Land beobachten. Allenthalben rotten sich Angsthasen zusammen. Man weiß gar nicht, wo sie sich bisher versteckt gehalten hatten in ihrer Angst, aber jetzt kann man sie überall sehen und hören. In den Städten, auf den Dörfern, auf Plätzen, in Hallen, auf Veranstaltungen und bei Demonstrationen. Und besonders im Osten von Deutschland scheint es Angsthasen-Populationen bisher ungeahnten Ausmaßes zu geben. Sie zittern sich gemeinsam warm, Sie gründen sogar Parteien, und stecken andere ängstliche, arglose und vor allem ahnungslose Bürger mit ihrer Angst an. Und mit ihrer kollektiven Angstpsychose versetzen sie vor allem Schutzbedürftige und Schutzsuchende in Angst und Schrecken. Dabei skandieren sie seltsame Parolen, wie „Wir sind die Angst!“ „Weg mit den Osterhasen!“ (gemeint sind Diejenigen, die aus dem Nahen Osten und dem Orient zu uns gekommen sind, und vor denen die Angsthasen besonders große Angst zu haben scheinen).

Aber damit nicht genug: Weil die Angsthasen im Schutz ihrer aufgebrachten Masse plötzlich unglaublich mutig werden, gehen sie sogar zu feigen und heimtückischen Angriffen gegen noch Schwächere über. Sie fallen über ihre Opfer her, beschimpfen und massakrieren sie, sie zünden deren Behausungen an, oder versuchen, sie auf alle erdenkliche Arten loszuwerden und aus dem Land zu treiben. Damit gewinnen ihre Anhänger und Repräsentanten jetzt sogar massiv Stimmen bei Landtagswahlen in unserem Land.

Noch einmal, und damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich habe wirklich eigentlich keine Vorbehalte oder Vorurteile gegen Angsthasen. Und zwar ganz egal wie sie aussehen, welcher Rasse, Religion, Weltanschauung oder politischen Richtung sie angehören. Oder welchem Geschlecht.

Aber diese Angsthasen sind eine Zumutung für unsere Gesellschaft. Sie scheißen sich ein vor lauter Schiss, und rennen mit ihrer braun befleckten Gesinnung durch unser Land, die zum Himmel stinkt. Sie rotten sich zusammen, sie rammeln hemmungslos inzestuös miteinander, und vermehren sich unheimlich schnell und ungehemmt. Und vor allem unkontrolliert, denn der Staat und seine verantwortlichen Organe schauen diesem Treiben teils tatenlos zu.

Denn tatsächlich gibt es jede Menge Verfassungs- und Artenschützer oder vermeintlich politischer Korrektheit verpflichtete Gutmenschen, die die Angsthasen am liebsten unter Artenschutz stellen würden, nach dem Motto: „Ach, lasst doch die armen Angsthasen, die tun doch keinem ‚was zuleide!“ „Die wollen doch nur spielen!“ „Wer vor diesen Angsthasen Angst hat, ist selber einer!“ „Wir müssen die berechtigten Ängste dieser Angsthasen ernst nehmen!“

Oder auch: „Die Angst des Menschen ist unantastbar!“

Manche Staatsorgane gehen sogar so weit, zu sagen: „Wer diese Angsthasen angreift, ist ein Staatsfeind, denn sie sind die wahren Opfer!“ Und dann verfolgen sie erbarmungslos alle, die sich auf perfide und verleumderische Art zu Angsthasen-Opfern stilisieren.

Ich denke, wir können die Alarmsignale dieser Angsthasen-Krise nicht länger ignorieren. Lange hatte ich kein Problem mit Angsthasen, aber allmählich wird es Zeit, Ihnen zu zeigen wo die Grenzen sind. Denn wenn sie sich weiterhin so hemmungslos ausbreiten, und sich weigern, sich an unsere Regeln und Gesetze halten, kann man das nicht einfach so hinnehmen. Und falls wir das doch tun, und der Angstinvasion weiterhin keine Gegenwehr leisten, wird sich für uns alle unweigerlich die Frage stellen: Wollen wir wirklich ein Volk von Angsthasen sein, und wie wollen wir unseren Nachkommen dann erklären, dass sie alle von Angsthasen abstammen?

Aber vielleicht irre ich mich ja, und wir SIND ein Volk von Angsthasen, dessen wahre Identität bisher nur unterdrückt wurde? In diesem Falle muss ich Frau Merkel folgen, und leider sagen: Dann ist dies nicht mein Land.

Siegfried Galter, 14. 03. 2016

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Ein Gedanke zu “Angsthasen-Alarm!

  1. […] Der Ulmer Osten liegt nicht im rechten Einflussgebiet der AfD, zumindest liegt er deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Mit „nur“ 7,8 % der Wählerstimmen (ca. 7,8 % zuviel) markiert die Oststadt den untersten Wert für die Rechtsausleger der AfD. Hingegen scheinen die Hochburgen der Angsthasen tendenziell eher im südlichen Raum angesiedelt zu sein: Eindeutiger Spitzenwert hier, schon verdächtig nahe an Sachsen-Anhaltinischen Werten: Wiblingen mit sage und schreibe 21,5 % Stimmenanteil, gefolgt von Gögglingen (18, 0 %) und dem anderen sozialen Brennpunkt im Norden (Böfingen, 17,8 %). So läuft hier der Hase: Wir wünschen allseits Frohe Ostern! […]

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